{"id":44923,"date":"2019-05-07T08:32:33","date_gmt":"2019-05-07T06:32:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.es-karlsruhe.eu\/?p=44923"},"modified":"2019-05-07T08:32:33","modified_gmt":"2019-05-07T06:32:33","slug":"schuetzengraben-und-heimat-feldpostbriefe-aus-dem-1-weltkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.es-karlsruhe.eu\/de\/schuetzengraben-und-heimat-feldpostbriefe-aus-dem-1-weltkrieg\/","title":{"rendered":"Sch\u00fctzengraben und Heimat: Feldpostbriefe aus dem 1. Weltkrieg"},"content":{"rendered":"<p>Der Krieg hat Familien zerrissen. V\u00e4ter und Br\u00fcder mussten an die ferne Front, der Rest der Familie blieb in der Heimat zur\u00fcck. Verbindungsglied waren die Feldpostbriefe. Sie zeigen, was die M\u00e4nner an der Front ihren Familien mitteilen wollten und umgekehrt. Nachdem im letzten Jahr das Ende des 1. Weltkrieges gefeiert wurde, wollten wir uns dieses Jahr mit den f\u00fcr beide Seiten so wichtigen Feldpostbriefen befassen. Daf\u00fcr haben wir im Stadtarchiv Karlsruhe die Briefe der Familie Stirm ausgew\u00e4hlt.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Auswertung der Briefe interessierte uns besonders, was die verschiedenen Familienmitglieder an ihre Br\u00fcder\/S\u00f6hne an der Front jeweils &#8211; zum Teil gleichzeitig &#8211; geschrieben und umgekehrt, was die S\u00f6hne\/Br\u00fcder von der Front nach Hause berichtet haben. Vieles betraf den Familienalltag, waren diese Briefe doch die einzige Verbindung der Familie zueinander. Mit schweren Erlebnissen schonte man sich, bzw. spendete sich gegenseitig Trost, so z. B. beim Verlust des Bruders\/Sohnes Wilhelm, der schon 1915 gefallen war oder dem Tod Emilie Stirms, die beim Fliegerangriff auf Karlsruhe 1916 ihr Leben verlor.<\/p>\n<p>In der Projektvorstellungsstunde haben wir uns vorab schon einige der Stirm-Briefe angeschaut und gelesen.<\/p>\n<p>Donnerstag, 14. M\u00e4rz, den ersten Projekttag, verbrachten wir im Stadtarchiv mit Stadtarchivar Herrn Schuhladen-Kr\u00e4mer, der uns zun\u00e4chst durch das Archiv f\u00fchrte und \u00fcber die Archivalien informierte. Danach, endlich, begann im Lesesaal die eigentliche Arbeit, das Lesen und Auswerten der Originalbriefe der Karlsruher Familie Stirm. Eine kleine Auswahl handschriftlich sehr gut lesbarer Briefe, einer in S\u00fctterlin Handschrift, lagen hier f\u00fcr uns bereit.<\/p>\n<p>Den ersten Teil der Projektarbeit schlossen Sch\u00fcler und Lehrer mit einem kleinen Mittagsimbiss im \u201eKleinen Ketterer\u201c beim Stadtarchiv um die Ecke ab.<\/p>\n<p>Am Freitag, dem 15. M\u00e4rz, trafen wir uns um 9 Uhr in Frau Wibels Klassenzimmer und begannen sogleich mit der Gestaltung der Plakate. F\u00fcr jedes Plakat w\u00e4hlten wir ein anderes Thema, z.B. der Arbeit im Stadtarchiv. Da wir mit dem Begriff nicht so vertraut waren, klebten wir Bilder des Archivs auf das Plakat. Ein anderes Plakat zeigt den Stammbaum der Familie Stirm. Es ist eine gro\u00dfe Familie mit acht Kindern und mit dem Stammbaum beh\u00e4lt man leicht den \u00dcberblick. W\u00e4hrend wir mit den Plakaten besch\u00e4ftigt waren, versuchten Herr Braun und Frau Wibel einen in S\u00fctterlin geschriebenen Brief zu \u00fcbersetzten. Das stellte sich jedoch als schwieriger heraus, als anfangs gedacht, so dass Frau Wibel letztendlich aufgab, Herr Braun aber am Ball blieb und weiter \u00fcbersetzte. Zum Gl\u00fcck, denn am Ende hatten wir einen vollst\u00e4ndig \u00fcbersetzten Brief. Der S\u00fctterlinschrift haben wir daraufhin ein extra Plakat gewidmet. F\u00fcr unser letztes Plakat haben wir einige lesbare Feldpostbriefe abgedruckt und dazu noch ein paar Informationen in Form von Stichpunkten aufgeschrieben.<\/p>\n<p>Die Arbeit am Freitag hat sehr viel Spa\u00df gemacht, zum Gl\u00fcck haben Frau Wibel und Herr Braun uns keinerlei Einschr\u00e4nkungen gegeben, was die Plakate angeht, und somit k\u00f6nnten wir unserer Kreativit\u00e4t freien Lauf lassen. Wir sind sehr stolz auf unsere Arbeit und vor allem auf das Projekt, denn es war sehr interessant und eine Bereicherung f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Wir danken Frau Wibel und Herrn Braun f\u00fcr eine super Projekttage-Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Karlsruhe, 27.M\u00e4rz 2019\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Milla McEwan (6 E) und Savannah Wolf (6 F)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg hat Familien zerrissen. V\u00e4ter und Br\u00fcder mussten an die ferne Front, der Rest der Familie blieb in der Heimat zur\u00fcck. Verbindungsglied waren die Feldpostbriefe. 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